Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme. Sie sprechen einen Abschnitt Ihrer Rede, ohne Vorbereitung unserer Seite, und die Dozierenden hören zu. Danach besprechen wir, was bereits trägt und woran Sie arbeiten möchten. Daraus entsteht ein persönlicher Übungsplan, der sich an Ihrem nächsten Auftritt orientiert und nicht an einem festen Schema.
Im Akustiktraining arbeiten Sie mit Atmung, Resonanz und Mikrofontechnik. Der Stimm- und Sprechtrainer lässt Sie zuerst ohne, dann mit Mikrofon sprechen und vergleicht, wie Ihre Stimme im Raum ankommt. Kleine Änderungen an Tempo, Pausen und Einsatz der Stimme werden sofort hörbar und lassen sich unmittelbar wiederholen.
Die Arbeit an Haltung und Raumnutzung findet auf einer Bühne statt, nicht im Seminarraum. Sie üben Gang, Stand und Gestik für weite Distanzen und unter Bühnenlicht. Eine Dozentin vom Theater beobachtet, was aus der letzten Reihe sichtbar bleibt, und zeigt, wie sich Bewegung reduzieren lässt, ohne steif zu wirken.
In der Dramaturgie bauen Sie Ihre Keynote vom ersten bis zum letzten Satz auf. Sie prüfen, wo Spannung entsteht, wo Zuhörende Orientierung brauchen und wo ein Gedanke Zeit verlangt. Die leitende Rhetorikdozentin begleitet diese Arbeit und streicht gemeinsam mit Ihnen, was die Rede schwächt, bis ein tragfähiger Bogen steht.
Zum Schluss steht die Bühnensimulation im Probesaal. Sie sprechen vor einem Auditorium, erhalten Rückmeldung über den Rückkanal und üben auch den Umgang mit Lampenfieber, Technikpannen und kritischen Fragen. Eine garantierte Wirkung versprechen wir nicht, wohl aber eine realistische Probe, nach der Ihr Auftritt vertrauter wird.