Wer den Saal betritt, steht zunächst auf einer leeren Bühne mit Licht von vorn und einem dunklen Zuschauerraum. Dieser Moment ist bewusst gewählt, denn er löst bei vielen Teilnehmenden dieselbe Anspannung aus wie ein echter Kongress. Wir beginnen deshalb mit Atem und Stand, bevor das erste Wort fällt.
Ein Monitor zeigt Ihnen, was das Publikum sieht, ein Rückkanal liefert Ihnen den Klang Ihrer eigenen Stimme im Raum. Beides ist ungewohnt und wird zunächst einzeln geübt. Erst wenn Sie sich damit sicher fühlen, sprechen Sie Ihre Keynote zusammenhängend und ohne Unterbrechung.
Die Bühnensimulationen leitet Judith Wegener, die vom Theater kommt und Körperhaltung und Raumnutzung schult. Matthias Lindner begleitet die Arbeit an Atem, Resonanz und Mikrofon, Katharina Brandt die Dramaturgie und Auftrittsplanung. So erhalten Sie Rückmeldungen aus drei Blickwinkeln.
Nach jedem Durchgang sehen Sie die Aufnahme und besprechen sie in Ruhe. Wir achten auf wenige, klare Hinweise statt auf eine lange Fehlerliste. Meist genügen zwei oder drei Punkte, an denen Sie bis zum nächsten Termin gezielt weiterarbeiten.
Alles, was im Probesaal gesprochen wird, bleibt vertraulich. Aufnahmen gehören Ihnen und werden nicht weitergegeben. Diese Diskretion ist Voraussetzung dafür, dass Sie Neues ausprobieren und auch scheitern dürfen, ohne dass jemand davon erfährt.